Nicky Sitaram Sabnis starb am 28. November 2025.
Ein Nachruf
1959 im indischen Kanpur geboren, arbeitete er international als Restaurant- und Cateringmanager, war erfolgreicher Autor und in Deutschland der wohl bekannteste Ayurveda-Koch. Seit Anfang der 2000er Jahre leitete er in seiner bayerischen Wahlheimat die Ayurveda-Seminarküche in der Abtei Frauenwörth auf der Fraueninsel im Chiemsee. In seinen Kochkursen brachte er viele Jahre begeisterten Gästen die ayurvedische Küche näher. Und das Kochen mit Liebe.
Ich hatte das Glück, 2010–2011 meine Ausbildung zur Ganzheitlichen Ayurveda Kochspezialistin im Kloster auf der Fraueninsel zu absolvieren. Das inspirierende Ayurveda-Team waren Nicky (Laxmifoods), seine Frau – und tragende Kraft –, Gabriele Kühn-Sabnis (Haus Annapurna) und die erfahrene Expertin Ursula Maria Dorfer (Ayurveda Naturheilpraxis). Mit ihnen erlebte ich drei Dozent:innen, die mich fachlich und menschlich bis heute herzlich berühren. Sie, die Gruppe und der Kraftort Fraueninsel im Chiemsee haben mich abgeholt und wundervolle Lebenswege aufgezeigt. Dafür bin ich von Herzen dankbar.
Und obwohl Nicky über zehn Kochbücher geschrieben hat, war für mich sein typisch ayurvedisches Kochen „ohne Rezept“ die größte Offenbarung. Sich achtsam zu besinnen, was jetzt ist und wer jetzt isst. Wahrzunehmen, was zur Verfügung steht und was wirklich allen gut tut. Zu lernen, wie Natur und Mensch funktionieren, wie alles aufeinander einwirkt und miteinander verbunden ist. Das fühlte sich wahr, lebendig und schön an. Genau so haben wir später auf dem Unteren Dützhof in unserer eigenen Bildungseinrichtung gearbeitet – und so entwickeln wir uns bis heute weiter.
Verständlich also, dass täglich neue Gerichte entstanden. Und wenn man darüber sprechen oder sie weitergeben möchte, braucht es irgendwann doch einen Namen, einen Begriff.
Lebhaft in Erinnerung sind mir Nicky’s grandiose Ideen, aus allem, was man sich nur vorstellen und finden konnte – vor allem auch aus „Resten“ – eine Art Bratling zu zaubern. Er nannte sie alle schlichtweg: Burger. Die Bestandteile können beliebig wechseln. Gemüse, Getreide, Reis, Kartoffeln, Zwiebeln … na, einfach das, was gerade da ist. Deftig gewürzt und goldig gebrutzelt sind sie garantiert das Highlight – auf dem Teller, in der Brotdose oder im Brioche-Bun.
Hier kommt ihr zu unserem Rezept für Bratlinge, Patties oder Burger, wie Nicky sagen würde.
