Asafoetida

Ökologisch, fair und direkt – TRUEDY Asafoetida aus dem Iran.

Unser Asafoetida kommt geradewegs aus Shiraz. Die Gegend gilt als Tor zur berühmten Kulturstätte Persepolis. Von dort stammen auch unsere TRUEDY-Berberitzen. Und gerade jetzt, wo das Bild auf dieses schöne Land einmal mehr durch kriegerische Konflikte und politische Spannungen geprägt wird, möchten wir den Blick auf unsere verlässliche, menschliche, respektvolle Verbindung lenken, die hinter diesem Gewürz steht. Unser Partner vor Ort arbeitet mit großer Sorgfalt und Integrität – und er steht für das, was hinter den Nachrichten oft unsichtbar bleibt: Begegnung, Handwerk, Vertrauen.

Gebirge im Iran Herkunft Asafoetida

Asafoetida, Stinkassant und Teufelsdreck

Auch Hing genannt: Zum Verzehr gemischt mit Bockshornkleesamen.

Ein Gewürz, das man nie vergisst, wenn man einmal daran gerochen hat: harzig, kraftvoll, zwiebel- und knoblauchartig, beinahe scharf in der Nase – aber würzig und fein im Gericht, wenn man weiß, wie man es verwendet: sparsam. Eine Prise genügt.

Gewonnen wird es aus dem Harz eines hochgewachsenen Doldenblütlers. Die Pflanze wächst wild in trockenen Höhenlagen von Punjab, Kaschmir, Pakistan, Afghanistan – und im Iran. Das rohe Harz ist beinahe steinhart und wird seit Jahrtausenden im Ayurveda geschätzt. Nicht nur wegen seines Aromas, sondern vor allem wegen seiner Wirkung auf die Verdauungskraft – Agni – und seinen positiven Einfluss auf die Darmflora.

Weil Asafoetida in reiner Form zu intensiv ist, wird es traditionell mit gemahlenem Bockshornklee vermischt – im Verhältnis 20 % Asafoetida zu 80 % Bockshornkleesamen. Auch bei uns. So entsteht eine kräftige, aber ausgewogene Mischung, die nicht nur in der indisch-ayurvedischen Küche als würzendes Herzstück vieler Gerichte gilt.

Viel Handarbeit und niedrige Temperaturen sind bei der Herstellung gefragt. Damit das Harz nicht an allen Geräten kleben bleibt, mahlen wir die Asa-Brocken nur bei einstelligen Temperaturen. Wegen seiner besonderen Beschaffenheit erfordert die Produktion eine sorgfältige Koordination. Und nicht nur das: Die einzelnen Arbeitsschritte, bis das Harz sehr fein gemahlen ist, sind eine Herausforderung – eine, an der wir über viele Jahre gewachsen sind.

Gute Qualität spricht sich herum: Inzwischen bestellen auch Kolleg:innen aus dem Gewürzgroßhandel ihr Bio-Asafoetida bei uns.

Pflanze Ferula assa-foetida

Ferula assa-foetida

Und ihre vielen Namen.
Die Pflanze ist eine imposamte, mehrjährige, stark riechende Apiaceae, mit langen gefiederten Blättern, die bis zu 4 Meter hoch werden kann. Die Blüten sind zu doppeldoldigen Blütenständen angeordnet.

Asafoetida das Harz

Gummiharz – Schutzstoff mit Wirkung

Gewonnen aus Wurzeln und Rhizomen.

Gummiharze sind komplexe Gemische aus Harz, Gummi und ätherischen Ölen. Sie entstehen als natürliche Ausscheidungen der Pflanze – meist als Reaktion auf Verletzungen. Die darin enthaltenen sekundären Pflanzenstoffe schützen sie vor Krankheiten, Fraßfeinden und Umwelteinflüssen.

Das Besondere an Gummiharzen ist ihre einzigartige Zusammensetzung – und die daraus resultierende Vielfalt an Anwendungsmöglichkeiten. Diese reichen von kulinarischen über medizinische bis hin zu rituellen Zwecken. Charakteristisch für das Asafoetida-Harz sind die enthaltenen Sulfitverbindungen, die für den markanten, an Knoblauch erinnernden Geruch verantwortlich sind.

Asafoetida – das Gewürz aus dem Inneren der Wurzel. Das als Gewürz bekannte Asafoetida wird durch vorsichtige Einschnitte in die lebenden Rhizome und Wurzeln der Pflanze gewonnen. In Europa ist es kulinarisch noch weitgehend unbekannt. In der Homöopathie findet es Anwendung bei chronischen Entzündungen der Atemwege, Hautgeschwüren und nervösen Magenbeschwerden. Auch moderne Studien der westlichen Medizin bestätigen traditionelle Verwendungen zur Unterstützung des Stoffwechsels und der Verdauung.

In der ayurvedischen Pflanzenheilkunde – Dravya Guna – wird Asafoetida eine stark Vata-reduzierende Wirkung zugeschrieben. Das bedeutet: überschüssige Luft (Gase) im Verdauungssystem wird harmonisiert. Ähnlich wie Knoblauch wirkt es dämpfend und zugleich beruhigend – auf die Verdauung, auf die Sinne und auf das Nervensystem.

Gemahlenes Asafoetida und Bockshornkleesamen